Montag, 30.03.2026

Camping in Deutschland erreicht Rekordniveau: Fast 44,7 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025

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Fuldaer Bote Redaktion

Im Jahr 2025 haben Campingplätze in Deutschland einen neuen Rekord verzeichnet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden fast 44,7 Millionen Gästeübernachtungen registriert, 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr und knapp 25 Prozent mehr als vor der Corona Pandemie im Jahr 2019.

Langfristiger Aufwärtstrend

Mit Ausnahme der pandemiegeprägten Jahre 2020 und 2021 ist die Zahl der Campingübernachtungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Binnen 20 Jahren hat sich die Zahl mehr als verdoppelt und lag 2005 noch bei 21,7 Millionen Übernachtungen. Zum Vergleich: Die Übernachtungszahlen über alle Beherbergungsbetriebe hinweg stiegen im selben Zeitraum um etwa 44,6 Prozent.

Im Jahr 2025 entfielen rund neun Prozent aller Gästeübernachtungen in Deutschland auf Campingplätze. Insgesamt wurden für 2025 497,4 Millionen Übernachtungen in allen Beherbergungsbetrieben ausgewiesen. Während der ersten Pandemiewelle 2020 war der Anteil der Campingübernachtungen noch höher, weil die Gesamtzahlen stärker eingebrochen waren.

Beliebte Regionen und Herkunft der Gäste

Die meisten Übernachtungen zum Campen entfielen 2025 auf die Ostsee in Schleswig Holstein mit 3,5 Millionen Nächten, davon 3,4 Millionen von inländischen Gästen. Auf den folgenden Plätzen lagen der Schwarzwald mit 2,6 Millionen Übernachtungen, die niedersächsische Nordseeküste mit 2,0 Millionen, das bayerische Allgäu mit 1,8 Millionen sowie die Region Bodensee Oberschwaben mit 1,7 Millionen.

Ausländische Campinggäste zog es besonders in den Südwesten Deutschlands. Am meisten Nächte von Gästen aus dem Ausland wurden im Schwarzwald verbracht mit 735 000 Übernachtungen. Es folgten die Regionen Mosel Saar mit 369 000, die rheinland pfälzische Eifel mit 301 000, Bodensee Oberschwaben mit 239 000 und das bayerische Allgäu mit 162 000 Übernachtungen.

Bezogen auf den Anteil der Übernachtungen auf Campingplätzen an allen Übernachtungen war das Fränkische Seenland erneut eine Campinghochburg. Dort entfiel fast jede zweite Übernachtung auf einen Campingplatz. Weitere Regionen mit hoher Campingdichte waren das Lausitzer Seenland, der Hegau am Bodensee, die Holsteinische Schweiz und die Region Haßberge in Franken.

Preisentwicklung stärker als im Gesamtdurchschnitt

Die Preise für Campingübernachtungen sind seit 2020 stärker gestiegen als die Preise für Übernachtungen insgesamt. Im Vergleich zum Jahr 2020 lagen die Preise für Übernachtungen auf Wohnmobilstellplätzen 2025 um 32,2 Prozent höher, die Campingplatzgebühren waren 28,7 Prozent teurer. Über alle Unterkunftsarten hinweg stiegen die Übernachtungspreise im selben Zeitraum um 26,9 Prozent. Die Verbraucherpreise insgesamt erhöhten sich seit 2020 um 21,9 Prozent.

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