Mittwoch, 13.05.2026

Neue Bildungsstationen auf Burg Fürsteneck: Streuobstwiese wird offener Lernort

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Fuldaer Bote Redaktion

Am 11. Mai 2026 hat die Akademie Burg Fürsteneck in Eiterfeld einen neuen Lehrpfad auf der nördlichen Streuobstwiese eröffnet. Das Angebot richtet sich gezielt an Kindergärten, Schulklassen und Familien und verbindet Informationstafeln, interaktive Quizstationen und digitale Inhalte zu Themen rund um Natur, Regionalgeschichte und Obstbau.

Angebot und Inhalte

Der Lehrpfad umfasst sieben großformatige Informationstafeln und zehn Quizstationen, die spielerisches Lernen mit fachlichen Informationen verbinden. Die Tafeln erklären die ökologische und kulturhistorische Bedeutung der Streuobstwiese und geben Auskunft über regionale Apfelsorten, traditionelle Veredelungstechniken und die lokale Tierwelt. Über QR Codes lassen sich ergänzende digitale Materialien abrufen. Für Gruppen steht das Quiz zudem als aufbereitetes Unterrichtsmaterial zur Verfügung.

Partner und Umsetzung

Die Idee für den Lehrpfad geht auf 2023 zurück. Realisiert wurde das Projekt in Zusammenarbeit mehrerer regionaler Partner. Neben der Akademie waren unter anderem MineralBrunnen RhönSprudel, die Hessische Verwaltungsstelle des UNESCO Biosphärenreservats Rhön, ekwdesign und Weber Werbung beteiligt. Die Holzständer stammen aus der Werkstatt der Mitarbeiter des Naturparks Hessische Rhön, die Wegeführung und Installation übernahm die Hausmeisterei der Akademie.

Bei der Eröffnung betonte Matthias Feuerstein, Programmbereichsleiter für Gesellschaftspolitische Bildung, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung und eine stärkere Öffnung der Burg nach außen zentrale Anliegen seien. Die Vorsitzende des Trägervereins, Stefanie Klee, lobte das Engagement der Projektverantwortlichen. Grafiker Christian Kunert stellte den Gästen die gestalterische Entwicklung der Tafeln vor.

Ziele und Ausblick

Das Projekt kostete rund 13 000 Euro. Ziel ist es, die etwa 150 Bäume umfassende Streuobstwiese langfristig als offenen Lernort für nachhaltige Entwicklung in der Region zu verankern. Geplant sind Nachpflanzungen, zusätzliche Parkflächen für Besucherinnen und Besucher sowie ein Bildungsurlaub zur Pflege von Obstbäumen.

Torsten Raab von der Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön hob die langjährige Zusammenarbeit mit der Burg hervor und begrüßte, dass Wissen nun direkt vor Ort auf der Streuobstwiese vermittelt werden kann und nicht nur in den Räumen der Akademie.

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