Dienstag, 11.08.2026

Nur jeder zehnte Bundesbürger ist zwischen 15 und 24 Jahre alt

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Fuldaer Bote Redaktion

Ende 2025 waren in Deutschland 8,3 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahre alt. Damit machte diese Altersgruppe 10,0 Prozent der Gesamtbevölkerung aus und bleibt auf einem historischen Tiefststand, wie Angaben des Statistischen Bundesamts zeigen.

Rückgang im historischen Vergleich

Der Anteil junger Menschen liegt seit Beginn der 2020er Jahre auf niedrigem Niveau. Zum Vergleich: In den frühen 1980er Jahren erreichte die Kohorte 15 bis 24 Jahre ihren Höchststand. 1983 entfielen auf das Gebiet der heutigen Bundesrepublik 16,7 Prozent der Bevölkerung auf diese Altersgruppe. Seither hat sich die Altersstruktur deutlich verändert.

Migration beeinflusst Altersstruktur

Der Anteil der 15- bis 24-Jährigen ist bei Personen mit Einwanderungsgeschichte höher als bei der übrigen Bevölkerung. Bei Menschen ohne Einwanderungsgeschichte lag der Anteil 2025 bei 8,5 Prozent, bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte bei 12,2 Prozent. Als Personen mit Einwanderungsgeschichte gelten hier jene, die selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 zugewandert sind.

Besonders ausgeprägt ist der Unterschied bei den Nachkommen eingewanderter Eltern: 20,4 Prozent der Kinder von zwei eingewanderten Elternteilen und 20,0 Prozent derjenigen mit einem eingewanderten Elternteil waren 15 bis 24 Jahre alt. Unter den Personen, die selbst eingewandert sind, lag der Anteil bei 9,5 Prozent. Ein Grund für die höheren Werte bei Nachkommen ist, dass bei der betrachteten Gruppe nur Zuwanderungen seit 1950 einbezogen werden, wodurch die nachfolgenden Generationen insgesamt jünger sind.

Regionale Unterschiede und europäischer Kontext

Innerhalb Deutschlands variieren die Anteile deutlich. Über dem Bundesdurchschnitt lagen Bremen mit 11,1 Prozent, Hamburg mit 10,5 Prozent und Baden-Württemberg mit 10,4 Prozent. Unterdurchschnittliche Anteile fanden sich in Brandenburg mit 8,8 Prozent sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt mit jeweils 9,1 Prozent.

Im Vergleich mit der Europäischen Union liegt Deutschland leicht unter dem EU-Durchschnitt. Eurostat beziffert den EU-Wert für Anfang 2025 auf 10,7 Prozent. Innerhalb der EU wiesen Irland, Dänemark und die Niederlande die höchsten Anteile junger Menschen auf. Am unteren Ende standen Malta und Bulgarien.

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