Montag, 12.01.2026

Landkreis Fulda stellt eine Million Euro für städtische Hallenbäder bereit, um Schulschwimmen zu sichern

Empfohlen

redaktion
redaktionhttps://fuldaer-bote.de
Fuldaer Bote Redaktion

Der Landkreis Fulda beteiligt sich mit einer Million Euro an notwendigen Investitionen in die städtischen Hallenbäder, um den Schulsport und insbesondere das Schulschwimmen auch in den kommenden Jahren zu gewährleisten. Den entsprechenden Bescheid übergab Landrat Bernd Woide Anfang Januar an Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Der Kreisausschuss hatte die Zuwendung bereits im Dezember beschlossen.

Warum die Förderung

Hintergrund der Unterstützung ist nach Angaben des Landkreises ein Rückgang der motorischen Aktivität vieler Kinder und Jugendlicher sowie eine Zunahme der Zahl von Kindern, die beim Eintritt in die Grundschule nicht schwimmen können. Schulschwimmen soll demnach sowohl Bewegung fördern als auch lebenswichtige Fähigkeiten vermitteln. Die beiden städtischen Bäder Sportbad Ziehers und Stadtbad Esperanto werden als zentrale Orte für diesen Unterricht genannt.

Nutzung und Kosten

Im Jahr 2023 registrierten die Hallenbäder Ziehers und Esperanto rund 63 000 Besuche von Schulkindern. Etwa 40 Prozent dieser Besuche entfielen auf den Schwimmunterricht von Schulen des Landkreises. Oberbürgermeister Wingenfeld verwies darauf, dass Schulschwimmen eine kostenintensive Infrastruktur erfordere. Neben technischen Maßnahmen seien dauerhafte Personalpräsenz und hoher Energieaufwand zu berücksichtigen.

Geplanter Sanierungsbedarf

Für die städtischen Hallenbäder sieht die Stadt kurzfristig einen Investitionsbedarf in Höhe von mehreren Millionen Euro. Als Beispiele nannte die Stadt notwendige Dachsanierungen am Sportbad, Betonsanierungen an der Tragekonstruktion der Schwimmbecken und die Erneuerung von Lüftungsanlagen. Die eine Million Euro des Landkreises soll einen Teil dieser Investitionen abdecken und dazu beitragen, den Lehrbetrieb aufrechtzuerhalten.

Ausblick

Landrat Woide begründete das Engagement mit der Verantwortung von Stadt und Landkreis als Schulträger, Gelegenheiten für Schwimmunterricht zu schaffen. Die Stadt bezeichnete die Zusammenarbeit mit dem Landkreis als Grundlage dafür, die anstehenden Sanierungsaufgaben gemeinsam zu bewältigen. Konkrete Zeitpläne für die genannten Maßnahmen wurden in der Mitteilung nicht genannt.

Quelle anzeigen

label

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelle Artikel