Der Landkreis Fulda hat erstmals eine eigene Drehleiter angeschafft und in Hofbieber in Dienst gestellt. Das Fahrzeug ist bei der Freiwilligen Feuerwehr Hofbieber Mitte stationiert und soll künftig die Rhönregion mit rund 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern abdecken. Die Kosten für die generalüberholte Drehleiter betragen 477.000 Euro.
Ausstattung und Aufgaben
Bei dem Fahrzeug handelt es sich um eine vollautomatische Drehleiter, die unter anderem für Löschangriffe, die Rettung aus Höhen und Tiefen, die Belüftung von Objekten sowie zur Tragehilfe im Rettungsdienst eingesetzt wird. Weitere Aufgaben sind das Ausleuchten von Einsatzstellen und das Heben von Lasten. Pro Einsatz ist eine Besatzung von drei Personen der Freiwilligen Feuerwehr Hofbieber vorgesehen.
Kontext der Beschaffung
Mit der neuen Leiter ist die vierte Drehleiter im Kreisgebiet im Einsatz. Bisher gibt es zwei Drehleitern in Fulda und eine in Hünfeld. Landrat Bernd Woide begründete die Maßnahme mit den rechtlichen Vorgaben für die überörtliche Hilfe. Während Städte aufgrund ihrer Infrastruktur eigene Drehleitern vorhalten, ist das für Gemeinden nicht verpflichtend. Da Drehleitern in der Regel innerhalb von 30 Minuten am Einsatzort eintreffen müssen, hat der Landkreis entschieden, ein Hubrettungsfahrzeug für die Rhön zu beschaffen und in Hofbieber zu stationieren, um die Erreichbarkeit zu verbessern.
Fahrzeugherkunft und Kosten
Das eingelieferte Einsatzfahrzeug ist 13 Jahre alt und wurde bislang vom Land Hessen zu Übungs und Ausbildungszwecken genutzt. Vor der Indienststellung wurde die Drehleiter generalüberholt und technisch auf den aktuellen Stand gebracht. Kreisbrandinspektor Adrian Vogler bezeichnete das Fahrzeug als in sehr gutem Zustand und bewertete die Ausgaben von 477.000 Euro als wichtige Investition in die Sicherheit der Bevölkerung.
Ausbildung und künftige Einsatzorte
Für den Betrieb der Drehleiter haben sich 15 Ehrenamtliche zu Drehleitermaschinisten ausbilden lassen. Gemeindebrandinspektor Heiko Kremer sagte, die Vorbereitung sei in den vergangenen Monaten anstrengend, aber auch erfüllend gewesen. Die Drehleiter soll vor allem in den Kommunen Dipperz, Ehrenberg, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Poppenhausen und Tann eingesetzt werden. Zum Einsatzbereich gehört auch die Wasserkuppe, der höchste Berg Hessens.
Kreisbrandinspektor Vogler hob die Teamleistung vor Ort hervor und dankte den Einsatzkräften für ihr Engagement. Der Landkreis und die Feuerwehr erhoffen sich durch die Stationierung kürzere Anfahrtszeiten und eine bessere Versorgung bei größeren Einsätzen in der Rhön.
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