Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes haben 2025 rund 64 300 Personen einen neuen Ausbildungsvertrag zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann abgeschlossen. Damit liegt die Zahl der Neuverträge um etwa 8 Prozent beziehungsweise 4 900 Personen über dem Vorjahr. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 befanden sich insgesamt rund 158 000 Auszubildende in der Pflegeausbildung, so viele wie seit Einführung der generalistischen Ausbildung nicht mehr.
Zahlen und kurzfristige Entwicklung
Die 64 300 neuen Verträge beziehen sich auf Auszubildende, die zum Jahresende 2025 noch in Ausbildung waren. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Neuverträge von 59 400 auf 64 300. Die vorliegenden Angaben sind vorläufig und stammen aus der Datenerhebung auf Grundlage der Pflegeberufe-Ausbildungsfinanzierungsverordnung. Endgültige Ergebnisse werden voraussichtlich im Juli 2026 vorliegen.
Geschlechterverteilung in der Ausbildung
Bei den Neuverträgen ergibt sich eine klare Geschlechterverteilung: 71 Prozent wurden von Frauen geschlossen, das entspricht 45 800 Personen, 29 Prozent von Männern, das sind 18 500 Personen. Während die Zahl der Frauen im Vergleich zum Vorjahr um rund 6 Prozent zunahm, stieg die Zahl der Männer deutlich stärker, nämlich um 15 Prozent von 16 200 auf 18 500.
Im längerfristigen Vergleich hat sich der Anteil der Männer an den Neuverträgen seit 2020 erhöht. Zu Beginn der generalistischen Ausbildung lag der Männeranteil bei 24 Prozent, 2025 liegt er demnach etwa fünf Prozentpunkte höher.
Pflegestudium und akademische Wege
Parallel zur beruflichen Ausbildung ist das Pflegestudium weiter in Aufbau. Im Jahr 2025 begannen nach vorläufigen Ergebnissen rund 800 Studierende ein Pflegestudium, das seit 2024 vergütet und finanziert wird. Zum Jahresende 2025 waren insgesamt etwa 1 800 Personen in einem Pflegestudium eingeschrieben. Bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern ist der Frauenanteil mit 77 Prozent hoch, Männer machen 22 Prozent aus.
Das Pflegestudium verbindet praktische und theoretische Inhalte und schließt mit einem Bachelor ab. Die staatliche Prüfung zur Berufszulassung ist Teil der hochschulischen Prüfung, und der akademische Grad kann zusammen mit der Berufsbezeichnung Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann geführt werden.
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