Der Anbau von Spargel in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen. 2025 belief sich die Erntemenge auf 103 900 Tonnen, die gesamte Anbaufläche lag bei 22 500 Hektar und die Zahl der spargelanbauenden Betriebe sank deutlich. Gleichzeitig nahm der Importanteil zu, vor allem in der klassischen Spargelsaison von März bis Juni.
Ausmaß des Rückgangs
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2025 in Deutschland 103 900 Tonnen Spargel geerntet. Das entspricht einem Rückgang um 3,9 Prozent gegenüber 2024 und um 8,5 Prozent gegenüber 2015. Die Anbaufläche betrug 22 500 Hektar. Damit ging die Fläche binnen eines Jahres um 1,5 Prozent zurück und seit 2015 um 12,5 Prozent.
Die Zahl der Betriebe verringerte sich deutlich stärker als Fläche und Erntemenge. 2015 wurden noch 1 900 Betriebe ausgewiesen, 2025 waren es 1 350 Betriebe. Das sind 29,3 Prozent weniger. Gründe für die Entwicklung sind nach Angaben der Statistik vor allem Rückzüge kleinerer Betriebe aus dem Spargelanbau.
Importe und Herkunftsländer
Parallel zur sinkenden heimischen Produktion stiegen die Importe. 2025 wurden 24 500 Tonnen Spargel nach Deutschland eingeführt, das entspricht einem Viertel der einheimischen Produktion. Gegenüber 2024 nahmen die Importe um 6,4 Prozent zu, gegenüber 2015 um 3,4 Prozent.
Der Großteil der eingeführten Ware kam während der heimischen Saison. 79,4 Prozent der Importe wurden in den Monaten März bis Juni nach Deutschland gebracht. Wichtigste Herkunftsländer waren Spanien mit einem Anteil von 26,8 Prozent beziehungsweise rund 6 600 Tonnen, Mexiko mit 19,7 Prozent beziehungsweise 4 800 Tonnen und Griechenland mit 19,6 Prozent beziehungsweise ebenfalls 4 800 Tonnen.
Regionale Verteilung und Betriebsstruktur
Bei der regionalen Verteilung gehörten 2025 Bayern, Nordrhein Westfalen und Baden Württemberg zu den Bundesländern mit den meisten Betrieben. In Bayern gab es 290 Betriebe, in Nordrhein Westfalen 265 und in Baden Württemberg 210. Die größten Anbauflächen lagen hingegen in Niedersachsen mit 4 300 Hektar, Nordrhein Westfalen mit 4 100 Hektar und Brandenburg mit 4 000 Hektar.
Die Zahlen deuten darauf hin, dass vor allem kleinere Betriebe aufgegeben haben, während die Flächenkonzentration in einigen Regionen vergleichsweise stabil blieb.
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