Montag, 29.06.2026

Deutsche Kirschernte 2026: Mehr Früchte trotz rückläufiger Sauerkirschflächen

Empfohlen

redaktion
redaktionhttps://fuldaer-bote.de
Fuldaer Bote Redaktion

Die Kirschernte in Deutschland wird nach einer ersten Schätzung zum Stichtag 10. Juni 2026 deutlich über dem langjährigen Mittel erwartet. Insgesamt werden für Süß- und Sauerkirschen rund 51 100 Tonnen prognostiziert, 8,5 % mehr als im Vorjahr und 13,5 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025.

Bundesweite Ernteprognose

Die erwartete Süßkirschenernte dominiert das Gesamtbild. Für 2026 werden etwa 40 300 Tonnen Süßkirschen geschätzt, das sind 20,5 % mehr als der zehnjährige Durchschnitt und 8,2 % mehr als 2025. Auf eine Anbaufläche von rund 5 600 Hektar ergibt sich ein durchschnittlicher Ertrag von etwa 7,1 Tonnen je Hektar. Das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem zehnjährigen Ertragsniveau von 5,8 Tonnen je Hektar um rund 23,9 %.

Bei den Sauerkirschen wird bundesweit eine Erntemenge von etwa 10 800 Tonnen erwartet. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Plus von 9,6 %, im Vergleich zum Zehnjahresdurchschnitt liegt die Menge jedoch um 6,8 % niedriger. Ausschlaggebend für diesen Rückstand sind die seit 2016 deutlich geschrumpften Anbauflächen.

Regionale Schwerpunkte der Süßkirschen

Baden-Württemberg bleibt das wichtigste Anbaugebiet für Süßkirschen. Auf rund 2 600 Hektar werden dort nach Schätzung 19 200 Tonnen erwartet, 9,2 % mehr als im Jahr zuvor. In Niedersachsen zeigt sich auf 500 Hektar eine erwartete Ernte von etwa 5 100 Tonnen, das entspricht einem leichten Anstieg gegenüber 2025. Rheinland-Pfalz dürfte auf rund 660 Hektar circa 3 800 Tonnen ernten.

Sauerkirschen: Fläche sinkt, Ertrag steigt

Die Fläche für Sauerkirschen beträgt landesweit etwa 1 500 Hektar. Trotz der um rund 25,2 % seit 2016 zurückgegangenen Anbaufläche liegt der erwartete durchschnittliche Ertrag bei 7,1 Tonnen je Hektar und damit deutlich über dem zehnjährigen Durchschnitt von 6,5 Tonnen je Hektar.

Regionale Unterschiede sind groß. Rheinland-Pfalz führt die Ernte mit geschätzten 3 100 Tonnen auf rund 450 Hektar an und verzeichnet ein Plus von 17,8 % zum Vorjahr. Baden-Württemberg meldet 2 700 Tonnen auf etwa 240 Hektar, ein starker Zuwachs von 52,7 %. In Thüringen werden rund 1 600 Tonnen auf etwa 160 Hektar erwartet, das sind 14,9 % weniger als 2025.

Quelle anzeigen

label

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelle Artikel