Donnerstag, 13.06.2024

Geldpolitiker machen sich Sorgen wegen hoher Tarifabschlüsse

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Maria Jung
Maria Jung
Maria Jung ist eine einfühlsame Journalistin, die mit ihrer Empathie und ihrem Feingefühl für zwischenmenschliche Beziehungen berührende Porträts zeichnet.

Geldpolitiker in Europa befassen sich derzeit intensiv mit den Auswirkungen steigender Arbeitskosten auf die Inflation. Die jüngsten Tarifabschlüsse geben Anlass zur Sorge, dass die steigenden Arbeitskosten zu einem Anstieg der Verbraucherpreise und damit zu einer erhöhten Inflation führen könnten.

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), berichtete auf der kürzlich stattgefundenen EZB-Tagung über den sogenannten ‚Wagetracker‘ der EZB. Die darin erfassten Daten zeigen, dass die Lohnerwartungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zunehmen. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die steigenden Arbeitskosten zu einer allgemeinen Erhöhung der Preise führen könnten.

Trotz der höheren Energie- und Lebensmittelpreise konnten Arbeitnehmer in Europa bislang noch eine gewisse Kaufkraft aufrechterhalten. Die aktuelle Inflationsrate von 2,6 Prozent gibt den Geldpolitikern jedoch Anlass zur Besorgnis.

Neben der Inflation sind auch die Zinsen ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftsentwicklung. Niedrige Inflation und höhere Zinsen können die wirtschaftliche Aktivität bremsen. Die Europäische Zentralbank erwägt daher, die Zinsen zu senken, um die Wirtschaft anzukurbeln, abhängig von belastbaren Daten zur künftigen Inflation.

Experten weisen darauf hin, dass historisch gesehen eine hohe Inflation in Deutschland und anderen Ländern schwere wirtschaftliche Folgen hatte. Eine niedrige Inflation ist daher von großer Bedeutung für die Stabilität der Wirtschaftsräume und beeinflusst maßgeblich das Verhalten von Unternehmen und Konsumenten.

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