Donnerstag, 08.01.2026

Studie: Viele Beschäftigte probieren KI aus, regelmäßige Nutzung bleibt Ausnahmen vorbehalten

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Fuldaer Bote Redaktion

Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass Künstliche Intelligenz im deutschen Arbeitsalltag zwar weit verbreitet getestet wird, sich regelmäßiger Einsatz jedoch selten etabliert hat. Demnach geben nur etwa 20 Prozent der Beschäftigten an, KI am Arbeitsplatz regelmäßig zu nutzen. Rund 64 Prozent haben laut Studie bereits zumindest gelegentlich mit KI gearbeitet.

Art der Nutzung von KI

Die informelle Nutzung konzentriert sich vor allem auf leicht zugängliche Textanwendungen wie ChatGPT oder automatische Übersetzer. Mehr als 80 Prozent derjenigen, die KI nutzen, arbeiten mit solchen Tools. Formell eingeführte Systeme durch den Arbeitgeber betreffen dagegen häufiger aufwendigere oder teurere Anwendungen zum Beispiel in der Diagnostik oder in der Sprach und Bildverarbeitung.

Unternehmensrolle und Folgen der Einführung

Nur bei etwa einem Drittel der Nutzenden ist die wichtigste KI Anwendung vom Unternehmen eingeführt worden. In den übrigen Fällen haben Beschäftigte die Tools eigeninitiativ eingesetzt. Nach Angaben von Oliver Schlenker, stellvertretender Leiter des Ludwig Erhard ifo Zentrums für Soziale Marktwirtschaft, geht eine betriebliche Einführung mit einer höheren Nutzungsintensität einher. Schlenker nennt zudem mehr Weiterbildungsangebote, eine stärkere Supervision durch KI und höhere Produktivitätsgewinne als gebündelte Beobachtungen im Zusammenhang mit formell eingeführten Systemen.

Methodik und Einordnung

Die Ergebnisse beruhen auf der zweiten Befragungswelle zur Verbreitung und zu den Auswirkungen von Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung DiWaBe 2.0 aus dem Jahr 2024. Die Auswertung wurde vom ifo Institut in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ZEW, dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung IAB, dem Bundesinstitut für Berufsbildung BIBB und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA durchgeführt. Grundlage sind etwa 9800 Interviews, repräsentativ für die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Die Studie stellt Zusammenhänge dar, sie weist aber keine kausalen Effekte nach.

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