Die Zahl der Brauereien in Deutschland ist im Jahr 2025 auf 1 415 gesunken. Daten des Statistischen Bundesamts zeigen einen Rückgang um 53 Betriebe beziehungsweise 3,6 Prozent gegenüber 2024. Im Vergleich zum Spitzenjahr 2019 fehlen 137 Brauereien, das sind 8,8 Prozent weniger.
Regionale Schwerpunkte und stärkste Verluste
Bayern bleibt mit 588 Brauereien das Bundesland mit der höchsten Dichte an Braustätten, gefolgt von Baden-Württemberg mit 190 und Nordrhein-Westfalen mit 131. Die größten prozentualen und absoluten Rückgänge verzeichneten Bayern und Nordrhein-Westfalen. In Bayern ging die Zahl von 648 auf 588 zurück, in Nordrhein-Westfalen von 162 auf 131. In den meisten Bundesländern nahm die Zahl der Brauereien gegenüber dem Vorjahr ab. Ausnahmen bilden Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, wo zuletzt leichte Zuwächse registriert wurden.
Mehr kleine Betriebe, aber Rückgang über alle Größenklassen
Mehr als die Hälfte der Brauereien in Deutschland fällt in die Kategorie der kleinen Betriebe. 821 Brauereien erzeugten zuletzt maximal 100 000 Liter Bier pro Jahr. Am anderen Ende der Skala standen acht Unternehmen mit einer Jahresproduktion von mindestens 200 Millionen Litern. Über nahezu alle Größenklassen hinweg ging die Zahl der Brauereien zurück.
Deutlicher Rückgang beim Bierabsatz
Ein möglicher Treiber der Entwicklung ist der rückläufige Bierabsatz. Im Jahr 2025 verkauften Brauereien und Bierlager in Deutschland etwa 7,8 Milliarden Liter Bier. Das sind 6,0 Prozent weniger als 2024, als 8,3 Milliarden Liter abgesetzt wurden, und 15,7 Prozent weniger als 2019. Die Daten stammen vom Statistischen Bundesamt; detaillierte Auswertungen finden sich im Bericht zur Brauwirtschaft und in der offiziellen Datenbank.
Einordnung
Die aktuelle Entwicklung setzt einen seit einigen Jahren beobachteten Trend fort. Nach einem Höchststand 2019 hat die Branche in den folgenden Jahren an Zahl verloren, was sich sowohl regional als auch nach Betriebsgrößen unterschiedlich auswirkt. Rückgänge bei Absatz und Betriebszahlen dürften die Struktur der Branche in den kommenden Jahren weiter prägen.
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