Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe ist im Mai 2026 gegenüber April 2026 saisonell und kalenderbereinigt um 1,7 % gestiegen. Im Jahresvergleich liegt der Bestand kalenderbereinigt 9,5 % über dem Vorjahresmonat. Damit erhöht sich die mittlere Auslastung der vorhandenen Aufträge leicht.
Branchenentwicklung
Haupttreiber des Monatsanstiegs war der Maschinenbau, dessen Auftragsbestand zum Vormonat um 3,3 % zulegte. Auch die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen verzeichnete einen deutlichen Zuwachs von 3,0 %. Demgegenüber sank der Auftragsbestand in der Automobilindustrie um 0,8 %.
Die Binnen- und Außenmärkte trugen unterschiedlich bei: Offene Aufträge aus dem Inland nahmen um 0,9 % zu, solche aus dem Ausland um 2,0 %. Nach Verwendungsarten wuchs der Bestand bei Herstellern von Investitionsgütern um 1,6 % und bei Vorleistungsgütern um 1,2 %. Hersteller von Konsumgütern verzeichneten einen stärkeren Anstieg von 3,6 %.
Reichweite des Auftragsbestands und methodische Hinweise
Die Reichweite des Auftragsbestands stieg im Mai auf 8,9 Monate nach 8,8 Monaten im April. Das heißt, bei unverändertem Umsatz und ohne neue Auftragseingänge reichten die vorhandenen Aufträge für knapp neun Monate. Für Hersteller von Investitionsgütern erhöhte sich die Reichweite auf 12,4 Monate, für Konsumgüter auf 4,2 Monate. Bei Vorleistungsgütern blieb die Reichweite mit 4,6 Monaten stabil.
Die gemeldeten Veränderungsraten basieren auf dem preisbereinigten Index des Auftragsbestands im Verarbeitenden Gewerbe mit dem Jahr 2021 als Indexbasis. Saison- und Kalenderbereinigungen wurden mit dem Verfahren X13 JDemetra+ durchgeführt. Der Auftragsbestand umfasst alle zum Monatsende noch nicht zu Umsätzen geführten und nicht stornierten Auftragseingänge in den ausgewerteten Wirtschaftszweigen des Verarbeitenden Gewerbes.
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