Donnerstag, 09.07.2026

Lebenserwartung 2025 in Deutschland steigt auf Rekordniveau bei Frauen und Männern

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Fuldaer Bote Redaktion

Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt ist in Deutschland im Jahr 2025 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts betrug sie für Frauen 83,6 Jahre und für Männer 79,1 Jahre. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sie sich damit bei Frauen um knapp zwei Monate und bei Männern um etwa drei Monate.

Zuwächse seit der Coronazeit

Die Werte liegen deutlich über den Tiefpunkten während der Coronapandemie. Im Vergleich zum Jahr 2022 haben Frauen statistisch etwa neun Monate hinzugewonnen, Männer sogar fast 13 Monate. Damit erreichten beide Geschlechter neue Höchstwerte in der Statistik.

Ältere Menschen leben länger

Auch im höheren Alter setzte sich der Trend zu längeren Lebensdauern fort. Die noch verbleibende Lebenserwartung von Frauen im Alter von 65 Jahren betrug 2025 demnach 21,2 Jahre, bei Männern mit 65 Jahren waren es 18,2 Jahre. Das entspricht einem durchschnittlich erreichbaren Lebensalter von 86,2 Jahren bei Frauen und 83,2 Jahren bei Männern. Gegenüber 2024 stieg die verbleibende Lebenserwartung um etwa einen Monat bei Frauen und ungefähr zwei Monate bei Männern. Vor Beginn der Pandemie lagen die Werte für 65 Jahre alte Frauen leicht höher, bei 21,3 Jahren beziehungsweise 86,3 Jahren als durchschnittlich erreichbares Alter im Jahr 2019.

Regionale Unterschiede bleiben ausgeprägt

Für die Bundesländer werden die Lebenserwartungen über Dreijahreszeiträume ausgewiesen. Im Zeitraum 2023 bis 2025 wies Baden-Württemberg die höchsten Werte auf: 84,4 Jahre bei den Frauen und 80,3 Jahre bei den Männern. Am unteren Ende der Skala lagen Frauen im Saarland mit 82,0 Jahren und Männer in Sachsen-Anhalt mit 76,4 Jahren. Die Differenz zwischen den Geschlechtern zugunsten der Frauen ist regional unterschiedlich. Sie ist mit mehr als sechs Jahren in Mecklenburg-Vorpommern am größten und mit knapp über vier Jahren in Baden-Württemberg und im Saarland am geringsten.

Zur Einordnung der Zahlen

Die hier verwendeten Werte stammen aus Periodensterbetafeln. Diese fassen die Sterblichkeit über alle Lebensjahre hinweg in einem Wert zusammen und sind unabhängig von Altersstruktur und Bevölkerungsgröße. Sie sind keine Prognose für eine konkrete Geburtenkohorte, sondern eine Momentaufnahme der aktuellen Überlebensverhältnisse in einem bestimmten Zeitraum. Für die amtliche Statistik werden Sterbetafeln üblicherweise für Dreijahreszeiträume berechnet, um jährliche Schwankungen abzufedern. Solche Tabellen dienen unter anderem als Grundlage für versicherungswirtschaftliche Berechnungen und steuerliche Zwecke.

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