Donnerstag, 18.06.2026

Umsatz im Gastgewerbe im April stabil, Jahresvergleich bleibt deutlich negativ

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Fuldaer Bote Redaktion

Dem Statistischen Bundesamt zufolge blieb der preisbereinigte Umsatz im deutschen Gastgewerbe im April 2026 gegenüber dem Vormonat unverändert. Ohne Berücksichtigung von Preisänderungen stieg der um Kalender und Saison bereinigte Umsatz nominal um 0,4 Prozent. Im Vergleich zum April 2025 liegt der reale Umsatz jedoch deutlich niedriger.

Monatliche Entwicklung und Korrekturen

Die kalender und saisonbereinigte Veränderung zum Vormonat betrug real 0,0 Prozent und nominal 0,4 Prozent. Im Jahresvergleich sank der reale Umsatz um 7,1 Prozent, während er nominal um 0,7 Prozent zulegte. Für März 2026 gab es außerdem eine nachträgliche Revision: Der reale Rückgang zum Februar wurde auf ein Minus von 1,7 Prozent revidiert. Der zuvor genannte vorläufige Wert lag bei minus 2,2 Prozent. Nominal wurde der Umsatz im März nach Revision mit einem Rückgang von 0,6 Prozent angegeben; der frühere vorläufige Wert war minus 1,3 Prozent.

Unterschiede zwischen Beherbergung und Gastronomie

Bei Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen ergab sich im April gegenüber März ein reales Umsatzplus von 1,2 Prozent, nominal stieg der Umsatz um 1,8 Prozent. Im Vergleich zum April 2025 lag der reale Umsatz der Beherbergung damit rund 7,4 Prozent niedriger, nominal zeigte sich ein leichter Anstieg von 0,1 Prozent.

In der Gastronomie ging der Umsatz im April gegenüber dem Vormonat real um 0,6 Prozent zurück, nominal betrug der Rückgang 0,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank der reale Umsatz in der Gastronomie ebenfalls um 7,4 Prozent, nominal stieg er um 0,5 Prozent.

Einordnung und methodische Hinweise

In der amtlichen Statistik werden Nettoumsätze ohne Mehrwertsteuer erfasst und mit einem Preisindex auf Basis von Nettopreisen bereinigt. Der Schwerpunkt der kurzfristigen Konjunkturbeobachtung liegt auf dem Vergleich der kalender und saisonbereinigten Werte zum Vormonat, während der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich einen längerfristigen Niveauvergleich erlaubt und unabhängig von saisonalen Schwankungen ist.

Aufgrund der separat vorgenommenen Kalender und Saisonbereinigungen einzelner Zeitreihen können sich die aggregierten Veränderungsraten von denen der Unterpositionen unterscheiden. Zudem können die Ergebnisse der Gastgewerbestatistik, insbesondere in den Sommermonaten, von der Tourismusstatistik abweichen, weil Umsätze und Übernachtungen zeitlich nicht immer zusammenfallen und methodische Unterschiede bestehen. Das Statistische Bundesamt berücksichtigt verspätete Meldungen und aktualisiert deshalb die ersten gemeldeten Ergebnisse monatlich.

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